Du entkommst mir nicht!

Bericht vom Test für INDECT:

Im vergangenen Jahr sind sie immer kleiner geworden, ihre Ohren hören und ihre Augen sehen immer weiter und besser. Es ist kein Lebewesen, obwohl man es schnell für einen Vogel halten kann, wenn es in den Lüften ihre Kreise zieht. Ich freue mich wie ein kleiner Bub aus der Schule, wenn ich es vor, neben oder über mir in Bewegung sehe. Ja, in so manche Technik kann man sich absolut verlieben, einem Bann, dem ich mich in meiner nunmehr 40-jährigen Ingenieurgeschichte nie entziehen konnte, ganz egal in welcher technischen Branche ich meine Tätigkeit innovativ ausführten durfte. Ja, von was rede ich eigentlich? Richtig, von einer fliegenden Drohne, ausgerüstet mit holografischer Videokamera (LaserSysMatrix) und hochempfindlichen Audiosystemen (Folienmicros), also HighTech in Vollendung. Dass ich Bauchschmerzen bei so manchen Einsatzplänen dieser Drohnen bekomme, kann ich nicht leugnen, auch wenn ich „nur“ für die holografischen Kameras in diesen perfekten Geräten meine technische Zuständigkeit und Beratung abzeichne. Allein das europäische Projekt INDECT, das in seiner Endform „Drohnen der 3. Art“ einzusetzen gedenkt, bereitet mir absolutes Unbehagen und so manche schlaflose Nacht. In den USA haben heute schon die Drohnen der einfachen Art den Spielzeugmarkt für den fortgeschrittenen Technikfreak erreicht. Auf der CES in Las Vegas wurde die sogenannte AR.Drohne 2.0 vorgestellt, die sich, mit Kamera ausgestattet, bereits per iPhone und auch über jedes Smartphone steuern lässt. Die Apps stehen per iOS und Android zur Verfügung. Diese Drohnen mit knapp 30 cm Durchmesser gehören zwar nicht zu den Minidrohnen und sind mit ihren Videos in der kleinen HD-Technik von 720p nicht das Feinste vom Feinen, für den Hobbyspion aber schon durchaus ein bemerkenswertes Fluggerät. Und für 300 bis 400 Euro sogar noch erschwinglich.

Für die Profis in militärischen Kreisen und für Leute aus den technologischen Bereichen wie BKA, Staatsschutz und Polizei sind Smartphone-Drohnen nun wirklich nur Kinderspielzeuge. Besser ist da schon der sogenannte Quadrocopter wie der SQ4,  von brititischen und amerikanischen Wissenschaftler entwickelt. Mit einem Aktionsradius von knapp einem km und einer Kamera bestückt, fliegt er bis 120 m hoch und wiegt knapp 100 Gramm. Er ist aber mit der Größe von gut 20 cm noch immer nicht klein genug. Ja, es geht noch besser. Viel besser!

2011 wurde in den USA eine namenlose Drohne getestet, im Aussehen ähnlich der QR-401. Sie hatte die sagenhaften Maße von 62 x 35 mm für den mit einer Kamera und einem Mikro ausgerüsteten Körper, ihre sogenannten Kolibriflügel spannten 12 cm weit. Weitere Daten sind nicht belegt und wurden nicht veröffentlicht. Ob sie überhaupt richtig funktioniert hat, blieb nur den entsprechenden Militärs zur Kenntnis. Aber reines Science-Fiction ist das sicherlich nicht, dazu ist die mir bekannte Drohne der euopäischen (sogar vorrangig deutschen) Entwicklung aus INDECT gut bekannt. Auch hier stört man sich noch an der Größe, kann aber aufgrund der speziellen Vorgaben insbesondere an die komplizierte HG-Videotechnik  zu wenig konstruktive Sprünge in der Baugröße erreichen. Es wird aber letztendlich zur Pflicht der Ingenieure werden, eine Drohne nicht nur so klein,  sondern auch so unauffällig wie möglich zu entwickeln. UFO-ähnliche Projekte, die sich im Luftraum bewegen und auf die Passanten aufmerksam werden, sind sicherlich ihrer Verwendung nach ungeeignet (INDECT). Drohnen, die ihre gesamte Technik unter dem Mantel des Aussehens eines Vogels oder sogar eines Insekts verstecken können, sind schon bereits in der Testphase und es wird sie irgendwann geben. Entweder gesteuert von einem Drohnenpiloten unter einer Datenbrille per GPS oder sogar vorzugsweise automatisch als Hordendrohne (INDECT) mit stetigem Bildscanfunk zur Auswertung an die Zentrale und schnellem Zugriff auf Personen. Während in Europa INDECT (“INtelligent information system supporting observation, searching and DEteCTion for security of citizens in urban environment”) das erste Projekt ist, das für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine den Test von Minidrohnen vorzunehmen gedenkt, ist man nach Angaben gut informierter Kreise in den USA schon erheblich weiter. Der Einsatz kleinster Drohnen mit Kameras gehört schon zum Standard. Den Job von früher gelegten „Wanzen“ erledigen nicht selten die Drohnen, denen es nicht „schwerfällt“, stundenlang in Dachrinnen auszuharren um das richtige Bild zur rechten Zeit zu erhaschen und so perfekt jede Person identifizieren zu können.  Wenn sie erst einmal „intelligent und autonom“ vernetzt werden und im Schwarmverhalten miteinander zu kommunizieren imstande sind, dann entkommst du ihnen nicht mehr.

Amerikanische Testdrohne (Ins_QR-401)

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Über berni43

Baujahr 1943 ABI 1961 Diplom (Ing) 1965 Studium BWL (PBW) 1981 Prom. 2009 Leitender Dipl.Ing. ab 1971 Freiberuflicher Ing. ab 2008 Promo Holograph Laser-Systems UoC (USA) 2009 Technical Advisor SONY-Group TOKIO 2010 STRAWFISH-Group BERLIN ab 2011 Spezielle Media Holografie/3D ab 2012 Spezialist Kommunikation, Mediator, Schulungsleiter Präsentationen, Technical Advisor Group Holografie
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