INDECT: Das Fallbeispiel Porky!

Vorwort:    Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag, Siegfried Kauder, plädiert nicht nur für die zügige Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, sondern hält Projekte wie INDECT für absolut notwendig! Nur so könne man Straftaten schnell und gezielt aufdecken! Der CDU-Politiker ist überzeugt, dass Deutschland und Europa ohne solche Projekte in Zukunft nicht auskommen. Unter dem Liberalen Rainer Brüderle definierte das Wirtschaftsministerium in einem Grundsatzpapier die Ausfuhr solcher Technik (z.B. die deutschen Drohnen der Firma INNOTEC) sogar als Kernziel deutscher Exportpolitik. Philipp Rösler, der aktuelle Minister, sieht keinen Anlass, daran irgendetwas zu ändern. Unter der christlichen Kanzlerin Angela Merkel erfährt schließlich im Dezember 2011 ganz heimlich das Luftfahrtgesetz eine Änderung: Die Regierung will erlauben, dass diese unbemannten Drohnen als Luftfahrtsysteme ganz frei herumfliegen können, freilich unter der Obacht, anderen Flugzeugen nicht in die Quere zu kommen.

Manchmal geht wirklich alles irgendwie schief. Abgesehen davon, dass Porki eh ein seltsamer Typ ist und nicht wenigen komisch vorkommt, hat er auch oft Probleme mit seinem Gedächtnis. Zum Beispiel dann, wenn er wie irre um sich blickt, weil er wieder einmal auf dem Parkplatz vergessen hat, wo er seine Karre abgestellt hat. Er sucht nach seinem weißen Auto, obwohl es schon seit gestern in der Werkstatt steht und er heute mit dem Pkw eines Freundes unterwegs ist. Die Kamera und die Analysten, die dahinter stecken, sehen das natürlich nicht so. Sehr auffällig, dieses Treiben, hä? Armer Porky, du brockst dir da was ein, obwohl es dir sicher bald einfällt, wo deines Freundes Auto steht. Das ausgefilterte Bild einer Kamera ist schnell zur Zentrale eines neuen, europäischen Projektes geleitet, an dem schon einige Jahre die christlichen, sozialdemokratischen und natürlich auch liberalen Kräfte Deutschlands arbeiten: INDECT! Da geht jetzt alles fix! Die Gesichtserkennung wird aktiviert und siehe da: Oh ja, – der Porky ist ein alter Bekannter. Der Scan vom Gesicht und ein präziser Abgleich aus den Datenbanken dank der guten  Vorratsspeicher dauert nur wenige Sekunden. Das Gesicht und der dazugehörige Name

sind wirklich schnell gefunden. Die Gesichterscans liefern allein aus den Namensblöcken im Internet der verschiedenen sozialen Netzwerke, der Fotos in Datenclouds, aus vielen Blogs, Veranstaltungstools und Suchmaschinen unheimlich viel über ihn. Porky, Mensch, auf welcher Demo hast du dich denn unlängst wieder herumgetrieben? Alles vorhanden!Sehr verwerflich, der hat vielleicht einiges auf dem Kerbholz? Die Identität wird nun sehr schnell bei allen gespeicherten Infos hinterfragt. Besonders auffälliges Bildermaterial wird sofort zur genaueren Untersuchung bereitgestellt. Die Software hat kein Problem von der   Kopfform aus durch viele Parameter der Gesichtsscans den Porky auch von hinten zu erkennen. Oh Porky, mit wem hast du denn da in einem Auto mit einem Laptop gespielt und welcher Idiot deiner vielen Freunde stellt so etwas auch noch ins Internet?

Nun geht’s aber zur Sache! Zurück zum Parkplatz. Aha, Porky hat seine Karre gefunden!
Inzwischen hat INDECT aber schon über eine weitere Kamera festgestellt, dass Porky nun in einen Pkw einsteigt, der ihm offensichtlich nicht gehört. Über das Kfz-Kennzeichen und mit der vernetzten Behörde dauerte diese Feststellung auch nicht besonders lange. Porky ist nun im Fahndungs- und Zielkreuz von INDECT. Als identifizierte Person laufen weitere Bilder, die ihm schon fast ein verfassungsfeindlichen Handeln zuordnen, mindestens aber den Verdacht eines Autodiebstahls mit Hintergrund zu verbrecherischen, vielleicht sogar auch terroristischen Zielen bestätigen. Der Auslöser auf Zugriff, den das System INDECT automatisch vorgibt, geht auf ON. Denn das System erkennt selbst aufgrund der großen zur Verfügung stehenden Datenflut, ob sich – in diesem Fall Porky –  jemand irgendwo, irgendwie und irgendwann „ungewöhnlich“ verhält. Porky weiß natürlich von alledem gar nichts und auf die Grundrechte für ihn als Bürger weist das Projekt INDECT nicht hin, nur auf den angeblichen Nutzen sämtlicher Überwachungsbehörden. Also läuft der Zugriff!

Die Polizei erhält die Daten gerade, als Porky den Parkplatz am Einkaufszentrum mit dem fremden Auto seines Freundes verlässt. Sie kennt Typ, Farbe und Kennzeichen des Pkw.
Die alarmiert eine Elite-Einheit, mit der Porky noch seine helle Freude haben wird. Es vergehen keine 10 Minuten und man hat Porky gesichtet. In der Regel muss noch für den angelaufenen Zugriffsbefehl festgestellt werden, ob in diesem Wagen noch immer die gesuchte, identifizierte Person ist. Ein weiteres Wunderwerk von INDECT wird aktiviert. Die Drohne! Dieses fliegende, kleine Wunderwerk mit HiTech-Kamera on board, erfasst Porky zuerst, als er aussteigt und zum zweiten als er wieder einsteigt. Porky sieht die in seinen Augen als „UFO-Spielzeug“ definierte Drohne zwar, hat aber selbstverständlich keine Ahnung, was da oben über ihm umher schwirrt.

Jedenfalls hat die Drohne ihn abgelichtet, die Bestätigung über die Objektrichtigkeit ist ganz schnell in der Zentrale. Porky hat sich eine Zeitung gekauft und steigt wieder in den Wagen. Die Zentrale verfolgt ihn durch Beobachtung der Drohne und informiert die mobile Polizei. Im selben Moment setzt sich die für den Zugriff zuständige Spezialtruppe in Bewegung, die hierzu nicht nur über besondere Ausbildung verfügt, sondern auch entsprechend bewaffnet ist. Sollte Porky eventuell bewaffnet sein, so muss man auch vorbereitet sein. Dabei kennen die Mannen dieser Elite-Einheiten keine Gnade!

Porky kriegt eigentlich nicht viel vom nachfolgenden Zugriff mit. Das geht alles so schnell, nachdem in ein auf einer Straßenkreuzung stehender Polizeiwagen stoppt und ein Zweiter hinter ihm zum Stehen kommt, um sein Rückwärtsfahren zu verhindern. Das dunkle an der Seite stehende und wie ein Militärfahrzeug aussehende Etwas sieht er gar nicht, dafür aber mehrere vermummte Gestalten, die ihn erschrecken und irgendwie an ‚Krieg der Sterne‘ erinnern. Aber Zeit zum darüber Nachdenken hat er ohnehin nicht, die Autotüren werden aufgrissen, er heraus gezerrt und die Handschellen schnappen um die auf seinen Rücken gerissenen Hände blitzschnell zu. Die INDECT-Zentrale meldet den erfolgreichen Zugriff und ganz schnell ist die Straße des Tatorts wieder völlig verlassen und leer!

Porky, das wird erst einmal längeren Stress bedeuten! Auch wenn INDECT diesmal ein wenig vorbeigehauen hat, solltest du Ruhe bewahren. Du hättest ja auch ein schlimmer Dieb sein können! In diesem Fall könntest du dieser Aktion Beifall zollen?! – Wirklich?

FAZIT: Schade eigentlich, dass solche Systeme wie INDECT nur sehr schwer zu überlisten sind, denn wie komisch hätte es ausgesehen, wenn dies einem Siegfried Kauder statt dem Porky passiert und dies auch den Medien nicht entgangen wäre. Nein, unmöglich! Direkt beim Gesichtsscan hätte INDECT bei V. Kauder abgebrochen:

So einer ist immer sauber!

Advertisements

Über berni43

Baujahr 1943 ABI 1961 Diplom (Ing) 1965 Studium BWL (PBW) 1981 Prom. 2009 Leitender Dipl.Ing. ab 1971 Freiberuflicher Ing. ab 2008 Promo Holograph Laser-Systems UoC (USA) 2009 Technical Advisor SONY-Group TOKIO 2010 STRAWFISH-Group BERLIN ab 2011 Spezielle Media Holografie/3D ab 2012 Spezialist Kommunikation, Mediator, Schulungsleiter Präsentationen, Technical Advisor Group Holografie
Dieser Beitrag wurde unter piratbildlich abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu INDECT: Das Fallbeispiel Porky!

  1. Alex Illi schreibt:

    Echt irre, dieser Porky. :n)

    In einer kurzen Phase meiner Frühjugend war ich u.a. glühend materialistischer Technik-SciFi-Fortschrittsfanatiker, und da ich (außer Heavy-Metal-Fan u.v.m.) auch noch Tierschützer war, sah ich uns schon alle mit Mini-„Star-Trek“-Tricordern rumlaufen, die neben den üblichen Tricorder- & Handyfunktionen auch Laserstrahlen o.ä. abfeuern konnten, damit man/frau sich gegen Vergewaltiger und evtl. Tiger verteidigen könne – was einigen Menschen, die in den Lebensraum potentiell gefährlicher Tiere wie Tigern eindrängen, das Argument nähme, Mensch und solche Tiere könnten nicht koexistieren. So ähnlich jedenfalls damals meine Gedankengänge, wohlgemerkt lange bevor irgendwer in meiner Bekanntschaft ein Handy/Mobil-Funk-Knochen hatte- außer im Fernsehen bei Miami Vice vielleicht. Zur Sicherung vor Mißbrauch des Lasers sollte nach meiner Überlegung beim Abfeuern individuell-spezifische Körperströme, bio-chemische Identifikationsmuster (DNA) /& die guten alten Fingerabdrücke abgetastet, gespeichert und an die Zentrale übermittelt werden.
    Doch da kamen mir schon die Bedenken: Wer kontrolliert das Ganze? Bei Star Trek die Föderation. Ist die Föderation immer vertrauenswürdig, könnte sie sich nicht in eine Diktatur wandeln oder unterwandert und mißbraucht werden?
    Da habe ich mir die Geschichte aus dem Kopf geschlagen, und nun wird sie schneller Realität, als ich gedacht habe.
    Wir brauchen keine Romulaner, Ferengi usw., um unsere tolle EU-Föderation zu unterwandern, die oberste Direktive unseres Grundgesetzes zu ignorieren und ad-absurdum zu führen und unsere ganze Zivilisation an finanzmächtige Dunkelmänner zu verscherbeln, das erledigen schon die Kaudronen, die Schäublerengis und Ackermänneraner in trauter Kollaboration mit dem Noch-Großteil der Föderationspopulation, die sich noch ohne Unterlass vor den Einlull- und Spaltungsmaschinen (TV, Porno*…) vom auferlegten Alltagsstress ablenken und unter-halten lassen.

    *Nicht, dass ich nicht auch Pornos, sogar en masse, auch ganz offiziell für Indect und die Nachwelt zum Mitschreiben, gekuckt hätte, aber sich dadurch davon abhalten zu lassen, im ganzen Leben auch nur einen klaren und mutigen Gedanken zu fassen…

  2. Pingback: European-wide Protest Day against #INDECT on 28/07/2012 « SunnyRomy

  3. sunnyromy schreibt:

    Reblogged this on SunnyRomy.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s