Die erlebte Ungerechtigkeit

flucht

Deutschland ist Schuld an dem Flüchtlingsstrom, der sich auf vielen Wegen durch Europa schlängelt. Ein kurzer und einfacher Schulterschluss unserer europäischen Verbündeten aus Ungarn! Als sich noch gut vor einem halben Jahr eine demonstrierende PEGIDA nicht zuletzt aufgrund heftiger Gegenwehr vieler Bürger und unter Torpedierung durch die gesamte Medienebene mit ihrer Kritik an der wachsenden Flüchtlingsmenge zurückzog und vielen Deutschen eine moralische Befriedigung einhauchte, weicht selbige nun mehr und mehr im Otto Normalverbraucher zur erlebenden Ungerechtigkeit aus. Immer mehr Bürger ziehen es vor, das Fürchten zu erlernen indem man überall zu helfen versucht um vom eigentlichen Problem abzulenken. Hat man dieses gewaltige Flüchtlingsausmaß wirklich erwartet? Hat die deutsche Politik etwas Falsches prognostiziert, also gelogen oder wirklich nur von Null eine Ahnung gehabt? Nur diese zwei Alternativen sind möglich.

Ich kann gut ein Dutzend Politiker benennen, die seinerzeit in den Medien tönten: In Sachen Flüchtlingsprobleme haben viele Bürger nur eingebildete Probleme. Es gibt doch keine größere Menge Einwanderer. Damit schickte man nicht wenige Bürger, die nichts mit Rechtsradikalismus am Hut hatten, automatisch in die rechte Ecke. Man verdammte sie zum Schweigen, pauschalierte sie sogar zum Pack. Das darf man so nicht machen, bei allem Verständnis. Denn viele hatten Angst vor ihrer Zukunft, nicht vor den Migranten.
Den Flüchtlingen muss natürlich geholfen werden, auch ich kann dieses Elend nicht mit ansehen und versuche hier und da zu helfen. Aber meine Skepsis bleibt bestehen. Packen wir das wirklich? Ist das richtig über die Medien zu winken: Huhu, hier ist Deutschland, kommt alle zu uns?! Wir helfen, weil wir es können? Trotz einer Schuldenlast von mehr als zwei Billionen Euro? In dieser Zeit besitzt meines Erachtens Deutschland eine der schlechtesten Regierungen und dagegen eine große Gruppe der fähigsten Wirtschaftler im privaten Management seit Adenauer. Die meisten Deutschen erkennen das nicht, aber sie wissen, dass man zuerst selbst etwas für einen Sozialstaat leisten muss, bevor sie in den Genuss der daraus resultierenden Vorsorgeleistungen kommen. So ahnen sie wohl, dass diese Gleichung im Durchschnitt bei Migranten dieser Mengengrößen nicht aufgeht. Und genau da beginnen die Befürchtungen bestimmter Teile der Bevölkerung.
Im Grunde ist davon die ganze deutsche Gesellschaft betroffen. Fakt ist aber auch, hier fürchten sich in erster Linie die Einkommensschichten der unteren bis mittleren Ebene. Die besserverdienenden, die reichen Teile der Gesellschaft verstecken sich geschickt in Gegenden, wo Flüchtlingsunterkünfte und Berührungspunkte mit Migranten nie aktuell sind. Und angeblich so besorgte Politiker auf Bundes- bzw. Regierungsebene gehören nun mal zu dieser Oberschicht. Ihre unverständlichen, zeitlahmen Handlungen sind auch darauf zurückzuführen. Ihr Wohl geht vor dem des Volkes, sie sind ja schon gewählt.
Inzwischen schäme ich mich Europäer zu sein, insbesondere wegen der Hilflosigkeit und Sturheit der Mehrheit von europäischen Repräsentanten. Was ist denn ein Europa wert, wenn viele Mitgliedsstaaten europäische Vereinbarungen missachten (Dublin & Co) und keinerlei Maßnahmen dagegen haben? Was ist von Regierungen in Europa zu halten, die zwar alles unternehmen, damit keine Banken ertrinken, aber Menschen erst reihenweise im Mittelmeer absaufen lassen bevor man sich zu Beratungen zurückzieht?
Ich bin mir nicht sicher, ob die Politik überhaupt verstanden hat, um was es dem Bürger in Deutschland geht. Wir haben früher vor vielen Jahrzehnten Politiker gehabt, die hatten in einer Minute alles gesagt was sie wollen und danach gehandelt. Und jeder Bürger hat gewusst, für was dieser Politiker steht. Heute haben wir Politiker, die reden fünf Minuten lang, haben nichts gesagt und der Bürger weiß nach dem Gespräch genauso wenig wie vorher. Ein klares Ja oder Nein ist für einen Politiker als Antwort auf Fragen zu gefährlich, es sei denn, man folgt seinem „Führer“, nämlich dem Fraktionsvorsitzenden.
Für mich sind Hilfeleistungen für diese verzweifelten Flüchtlinge genauso wichtig wie die Einführung einer Regel von begrenzter Zuwanderung. Nur beides zusammen wird allen deutschen Bürgern gerecht werden und auf sie enorm beruhigend wirken. Denn wenn die Einwanderungsgesellschaft für die Mehrzahl der Deutschen zur Last wird, weil die Qualität der kommunalen Leistungen (Sportstätten, Kulturvereine, Theater, Ortspflege, Schwimmbäder usw.) wegen fehlender Mittel aus dem Bundeshaushalt sinkt, kann das durchaus katastrophale Auswirkungen haben.

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Über berni43

Baujahr 1943 ABI 1961 Diplom (Ing) 1965 Studium BWL (PBW) 1981 Prom. 2009 Leitender Dipl.Ing. ab 1971 Freiberuflicher Ing. ab 2008 Promo Holograph Laser-Systems UoC (USA) 2009 Technical Advisor SONY-Group TOKIO 2010 STRAWFISH-Group BERLIN ab 2011 Spezielle Media Holografie/3D ab 2012 Spezialist Kommunikation, Mediator, Schulungsleiter Präsentationen, Technical Advisor Group Holografie
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