Integration? Schön wär es!

Zuerst einmal, ich weiß, worüber ich rede! Als gebürtiger Berliner, der seine Schuljahre bis zum Studium im Berlin der 1950-1960iger Jahre verbracht und noch bis zum Ende der 1990er Jahre Familienkontakt nebst einem zweiten Wohnsitz in der ehemaligen „Icke-Kultur“ inne hatte, weiß ich, dass keiner der an der Regierung beteiligten Pappköppe eine Lösung zu einer permanenten Integration hat. Das mag durchaus mit Europäern in Deutschland funktionieren, nicht aber mit einer völlig fremden Kultur, die, ganz unabhängig von ihrer Glaubenseinstellung, ganz anderen Familientraditionen unterliegt als wir das in Europa kennen und in Deutschland erzogen wurden.
Deutschland ist Einwanderungsland, da ist sicherlich im Prinzip nichts dagegen einzuwenden. Aber doch nicht um jeden Preis!? Und doch sicher nicht unter der Voraussicht, die eigenen Werte hinter eine paradoxe Willkommenskultur einfach beiseite zu stellen!? Flüchtlingen aus kriegsverdammten Gebieten aufnehmen, ihnen helfen, sie wieder seelisch wie körperlich auf die Beine stellen: Ja, ja, ja! Aber bitte mit der minimierten Gegenleistung zur Einhaltung unserer Gesetze.
In den 1990er Jahren habe ich am eigenen Leib erfahren, dass „Multi-Kulti“ ganz jämmerlich gescheitert ist. Warum? Darüber will ich hier keine unzähligen Seiten füllen, sondern die Frage an die politischen Versager von damals weitergeben. Erstaunt bin ich, dass unsere politische Elite in Berlin nicht festzustellen imstande ist, welche Parallelgesellschaften sich durch die Bezirke meiner alten Heimatstadt schlängeln. Jene Straße, nebst denen der näheren Peripherie, in der ich einst aufwuchs und in der ich bis zu meinem 27. Lebensjahr das Leben mitzugestalten versuchte, ist fast völlig vom Hinduismus bewohnt. Diese Migranten lieben alle das Miteinander ihrer ureigenen Traditionen, sowohl familiär wie auch religiös. In meiner Straße kann ich keine Überschrift in den Läden lesen, die einst unsere „Tante Emma“ bewirtschaftete. Auch die alten „Kneipen an der Ecke“ sind zu Gastwirtschaften indischer Herkunft mutiert. Diese Parallelgesellschaften finde ich haufenweise in meiner Heimatstadt, in manchen Fällen sind sie sogar schon auf Bezirksbereiche ausgedehnt. Integration, liebe Leute, die sieht für mich aber ganz anders aus!
Ich will hier beileibe keine Politiker, schon gar nicht namentlich, angreifen. Aber im Ernst: Da ist doch niemand, der auch nur annähernd eine Lösung parat hat. Die Sprüche „Im Übrigen haben wir…“, „… ich bin fest davon überzeugt, dass…“ und „… das schaffen wir, weil…“ sind doch allesamt absolut abgedroschener Müll aus den Mündern völlig hilfloser Volksvertreter, denen das Wort „Basis“ in das Vokabular Fremdwörter abgerutscht ist. Sie regieren ein Volk, das sie stets für unmündig halten und es – leider dank vieler nur kurzfristig denkender Medien – bei Kritik in die rechte Ecke drängen. Sicher auch mich, bei diesen Zeilen hier. Aber während ich Angst vor einer entstehenden rechten Szene habe, sind es unsere politischen Verantwortlichen wohl nicht? Wie könnten Sie sonst so den Willen von inzwischen viel zu vielen Volksstimmen einfach ignorieren? Ich teile die Frage vieler Leute, die sich darüber wundern, warum all diesen Flüchtlingen besondere Wertschätzungen zuteilkommen, während einheimische Armut schlicht als scheinbar nicht existent angesehen wird? Wir haben für unser Bildungssystem, für unseren Straßenbau, für soziale Leistungen an ein Leben lang in Arbeit gestandenen Rentner kein Geld und sind aus Kostengründen noch nicht einmal in der Lage eine vernünftige Infrastruktur für Kitas aufzubauen. Warum unterstützen wir Länder, die sich auf der einen Seite einen Dreck um Flüchtlingsprobleme kümmern, auf der anderen Seite aber Waffen erwerben, um Desaster wie solche Kriege zu produzieren?
Nein, liebes Deutschland. Du bist nicht mehr das Land, das ich von früher her kenne. Und bitte verzeiht mir, dass ich hier kein einziges Wort über Europa verliere. Der Begriff Europa steht für mich nur als geografisches Objekt, – keinen Deut mehr!
tafel
Mein Schlusswort richte ich an die zahlreichen Helfer, die in der Öffentlichkeit so viel aufgrund ihrer Leistung und des großen Einsatzwillens in den Mittpunkt der Willkommenskultur gestellt werden: Auch ich finde das ganz großartig, ich habe Respekt vor solchen Taten. Aber wo seid ihr denn vor dem Beginn dieser ganzen Flüchtlingsströme gewesen, zum Beispiel beim Helfen gegen die deutsche Armut, an unseren Tafeln und bei der Betreuung unser vielen deutschen Obdachlosen? Keinen Protest bitte, mir sei eine solche Frage gestattet, denn ich helfe mit anderen an diesen Stellen seit Jahrzehnten, – auch noch heute!

Über uns ergoss sich allerdings nie eine große öffentlich-rechtlich lobende Medienkultur!

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Über berni43

Baujahr 1943 ABI 1961 Diplom (Ing) 1965 Studium BWL (PBW) 1981 Prom. 2009 Leitender Dipl.Ing. ab 1971 Freiberuflicher Ing. ab 2008 Promo Holograph Laser-Systems UoC (USA) 2009 Technical Advisor SONY-Group TOKIO 2010 STRAWFISH-Group BERLIN ab 2011 Spezielle Media Holografie/3D ab 2012 Spezialist Kommunikation, Mediator, Schulungsleiter Präsentationen, Technical Advisor Group Holografie
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Eine Antwort zu Integration? Schön wär es!

  1. Wolfskutte schreibt:

    Sie haben, obwohl m.E. zu vorsichtig formuliert, in allen Punkten Recht!

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