Zufrieden oder was?

AUGUST 2014: Ich bin nicht weiser geworden und seit meines Berichts (siehe unten) vom März 2012 auch nicht klüger, – eher einfältiger. Klar, man wird älter und älter und dabei auch gleichgültiger und gleichgültiger. Aufregen tut man sich auch nicht mehr so oft und wütend wird man nun schon gar nicht mehr. Ich habe jetzt die stolze 7 vorne im Alter und überlege, ob es sich vielleicht doch noch lohnt die Firma Deutschland GmbH zu verlassen. La Gomera vielleicht, Norwegen oder gar Patagonien? Ich weiß es einfach nicht …

MÄRZ 2012: In den nächsten 10 bis 20 Jahren wird mir früher oder später je nach gesundheitlichem Pegelstand der Sprung in die schwarze Kiste nicht erspart bleiben. Rund 20 Monate muss ich noch lebensfroh rudern, um die 7. Null meiner Lebensuhr einzuläuten. Mir kommt das so vor, als ginge das schneller in die Höhe, als es die Anzeigen an den Benzinkosten der Tankstellen vermögen. Hin und wieder ereilt mich deshalb der Gedanke, ob ich eigentlich zufrieden bin mit dem Lebensteil, der nun schon den Schnee von gestern darstellt. Nee, ich gehöre zu den Leuten, die niemals zufrieden sind! Warum? In den meisten Fällen verflossener Jahre des Schaffens und Mühens war ich zu blauäugig. Nicht, dass ich ein immer Typ von vorgestern war oder zu dumm war, wenigstens intelligent zu erscheinen. Nee, ich habe einfach viel zu oft Ja! gesagt und habe viel, viel mehr gegeben, als ich zu nehmen imstande war. Schön und freundlich nicken würde unter solchen Umständen vermutlich nur ein Pfarrer, der sich noch nie die Wahrheit auszusprechen getraut hat. Alle anderen schütteln den Kopf und sagen: Du Depp, selbst schuld! Also mecker hier nicht rum! Geredet habe ich in meinem Leben sicherlich mehr als ich früher zu Papier gebracht habe und heutzutage in den Datenspeicher abgelege. Aber habe ich auch nach dem Inhalt meiner Reden gehandelt? Nee, dann wäre ich heute nämlich absolut zufrieden. Mathematische Logik daraus: Ich bin ein Klugscheißer. Auch das noch! Und vermutlich auch eine Art Warmduscher, dem sogar die Ellenbogen in der Duschkabine gefehlt haben. Bleibt nur ein (unerfüllbarer) Wunsch übrig:  Nochmal zurück in der Zeit bis nach dem Abi! Und dann aaaaaaallllllleeeeessssss ganz anders machen !!!

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